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Luftbefeuchter und Luftreiniger helfen bei trockenen Augen

Luftbefeuchter verbessern das Raumklima und helfen gegen trockene, gereizte Augen, insbesondere bei langer Bildschirmarbeit und bei niedriger Luftfeuchtigkeit.

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Im Sommer ist es die Klimaanlage und im Winter sorgt die Heizung für zu trockene Luft in Innenräumen oft mit einer Luftfeuchtigkeit von unter 30 Prozent. Vielen Menschen macht die trockene Raumluft sehr zu schaffen, insbesondere bei stundenlanger Arbeit am Bildschirm.

Wenn wir konzentriert am Bildschirm arbeiten, blinzeln wir sehr viel weniger als sonst, weil wir auf den Bildschirm starren. Beim Starren vergessen wir das Blinzeln. Das hat zur Folge, dass die Netzhaut nur in unregelmäßigen Abständen befeuchtet wird und das Auge so sehr schnell austrocknen kann.

Da ich in letzter Zeit sehr trockene Augen habe und ganz oft gar nicht am Bildschirm arbeiten konnte, will ich alle Möglichkeiten ausschöpfen, um meine Situation zu verbessern. Also habe ich den Entschluss gefasst, mir einen Luftbefeuchter anzuschaffen, in der Hoffnung, dass die höhere Luftfeuchtigkeit meine Augen entlastet.

Zusätzlich habe ich mir einen Luftreiniger gekauft. Ein Luftreiniger kann die Qualität der Raumluft erheblich verbessern, denn er filtert einen Teil der Schadstoffe wie Staub, Pollen, Schimmel, Bakterien und Viren aus der Luft.

Hat die Luftfeuchtigkeit Einfluss auf den Tränenfilm im Auge?

Ja. Eine Studie1, die überprüft hat, wie sich eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit auf den Tränenfilm des Auges auswirkt, ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Personen, die sich auf Dauer in zu trockener Luft aufhalten, Symptome entwickeln, wie Betroffene, die am Trockenen Auge (Sicca Syndrom) leiden.

Studie der Uni Aachen:
Welchen Einfluss hat Luftfeuchtigkeit auf den Menschen?

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Interview mit Dr.-Ing. Kai Rewitz

Das Raumklima messen und interpretieren

Ein gesundes Raumklima ist wichtig für unser Wohlbefinden und für unsere Gesundheit. Das Raumklima ist eine Kombination aus der Zusammensetzung der Luft, der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit in Innenräumen.

Die Raumtemperatur wird mit einem Thermometer gemessen. Analoge oder digitale Thermometer hast du bestimmt in vielen unterschiedlichen Ausführungen zu Hause. Die empfohlene Temperatur liegt für Wohnräume bei 20 Grad Celsius und für Schlafräume bei 17 Grad Celsius. Die optimale Wohlfühltemperatur empfindet allerdings jeder von uns anders.

Zum Messen der Luftfeuchtigkeit brauchst du ein Hygrometer. Ein Hygrometer misst die relative Luftfeuchtigkeit, also den Wasserdampf in der Luft in Prozent. Ein Hygrometer habe ich bisher nicht besessen. Es wird eine relative Luftfeuchtigkeit von 40 – 60 Prozent empfohlen. Damit fühlen sich die meisten Menschen wohl. Ist die Luftfeuchtigkeit dauerhaft zu niedrig, macht es Sinn, einen Luftbefeuchter zu kaufen, um die Luftfeuchtigkeit dauerhaft zu erhöhen.

Schadstoffe in der Luft selber zu messen ist schwierig. Es gibt zwar im Internet Tests und Testgeräte zu kaufen, aber du musst genau wissen, welche Schadstoffe du suchst und dann den Test oder das Testgerät richtig bedienen. Das ist mir zu fehleranfällig und zu unsicher, denn wie will ich die Genauigkeit der Testgeräte prüfen. Wenn du allerdings einen begründeten Verdacht hast, wende dich an ein Fachlabor für Schadstoffmessung. Auf der Webseite des Gesamtverbandes Schadstoffsanierung e. V. findest du ein erfahrenes Labor in deiner Nähe.

Weshalb ist gerade im Winter die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen so niedrig?

Je höher die Temperatur steigt, desto mehr Feuchtigkeit kann die Luft aufnehmen. Wenn wir also im Winter die Fenster öffnen, um zu lüften, kommt kühle Luft von draußen ins Haus. Die Luft, die hereinkommt hat zum Beispiel bei einer Temperatur von null Grad Celsius draußen eine Luftfeuchtigkeit von 53 Prozent. Die Luft erwärmt sich im Innenraum schnell auf sagen wir einmal 20 Grad Celsius. Dadurch erhöht sich die Kapazität zur Aufnahme von Luftfeuchtigkeit. Die relative Luftfeuchtigkeit in Prozent sinkt auf 14 Prozent ab, obwohl die Menge der Feuchtigkeit, die sich in der erwärmten Luft befindet, nicht geändert hat, denn die wärmere Luft im Innenraum kann insgesamt mehr Luftfeuchtigkeit aufnehmen. Die Luftfeuchtigkeit in Prozent sinkt ab, weil sie nun in Relation zu einer größeren Aufnahmekapazität gesetzt wird.

Deutlicher wird das an folgendem Beispiel: Ich fülle in einen 5 Liter fassenden Eimer 2,5 Liter Wasser. Der Eimer ist jetzt zu 50 Prozent gefüllt. Dann fülle ich die 2,5 Liter Wasser in einen 10 Liter fassenden Eimer um. Ich habe noch immer 2,5 Liter Wasser, aber mein Eimer ist nur noch zu 25 Prozent gefüllt. Die Wassermenge in Prozent ist also gesunken.

Deshalb kann es gerade für die Wintermonate sinnvoll sein, einen Luftbefeuchter zur Verbesserung des Raumklimas zu verwenden.

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Digitale und analoge Hygrometer: Was ist der Unterschied?

Ich habe mir die Bewertungen für Hygrometer von anderen Käufern auf verschiedenen Verkaufsplattformen angesehen und war zunehmend verunsichert. Für viele Produkte gab es genauso viele sehr gute Bewertungen wie schlechte Bewertungen. Nun neigt der Mensch ja eher dazu, einen Kommentar zu schreiben, wenn er mit etwas unzufrieden ist oder sich beschweren will, deshalb habe ich beschlossen, meine eigenen Erfahrungen zu machen.

Ich habe verschiedene digitale Hygrometer gekauft, um zu testen, ob sie auch alle die gleichen Werte anzeigen. Zuerst habe ich zwei günstige Thermo-/Hygrometer gekauft (siehe unten stehende Anzeige). Die waren allerdings SEHR träge, es dauerte eine Ewigkeit, bis sie die Werte aktualisierten. Dann lagen die Werte allerdings beieinander. Danach habe ich zwei weitere digitale Thermo-/Hygrometer bestellt (siehe unten stehende Anzeige), um zu überprüfen, ob die verschiedenen Geräte auch die gleichen Werte messen. Das ist manchmal der Fall mit einer Abweichung von bis zu 3%. Das halte ich aber für zu vernachlässigen im privaten Bereich.

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Die digitalen Hygrometer können nicht geeicht oder eingestellt werden, man muss die Daten nehmen, wie sie kommen. Weil ich es aber ganz genau wissen wollte, habe ich mir noch zwei analoge Hygrometer gekauft (siehe unten stehende Anzeige). Die analogen Hydrometer können/müssen regelmäßig neu eingestellt werden. Die Kalibrierung ist allerdings recht einfach. Du musst den analogen Hydrometer in ein nasses Handtuch oder einen nassen Waschlappen wickeln und für eine Stunde in eine Plastiktüte packen. Danach sollte die relative Luftfeuchtigkeit ca. 98 Prozent anzeigen. Wenn die 98 Prozent nicht angezeigt werden, musst du mit einem kleinen Schraubenzieher die 98 Prozent manuell einstellen. Ich wollte einfach wissen, ob die verschiedenen Hygrometer die gleiche relative Luftfeuchtigkeit anzeigen. Meiner Erfahrung mit den Hygrometern ist, egal ob analog oder digital, sie zeigen für den privaten Gebrauch mit kleinen Abweichungen die Luftfeuchtigkeit für mich präzise genug an.

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Was mir bei der Auswahl von Luftbefeuchter und Luftreiniger wichtig war

Auf der Suche nach einem Luftbefeuchter und einem Raumluftreiniger bin ich am Ende bei zwei Herstellern gelandet. Es gibt unzählige Anbieter, deren Namen mir nichts sagen, aber ich wollte ein Gerät, hinter dem eine etwas bekanntere Firma steckt. Das ist zum einen Philips, die Geräte aller Kategorien anbieten. Dann gibt es noch Xiaomi, die recht bekannt sind, aber keine Kombigeräte anbieten, die Raumbefeuchter und Raumluftreiniger in einem Geräte vereinen.

Wichtig ist mir, dass sich die Geräte über eine App steuern lassen, um sie zu überwachen und die Zeiten planen zu können. Außerdem soll der Raumbefeuchter die relative Luftfeuchtigkeit messen können und automatisch ein vorher eingestelltes Level in Prozent halten.

Letztendlich habe ich mich für zwei Geräte von Xiaomi entschieden. Ich liege hier mit dem Anschaffungspreis unter 200 Euro. Bei Philips wäre ich mit den entsprechenden Funktionen knapp doppelt so teuer gekommen.

Beim Raumbefeuchter habe ich mich für den Xiaomi Mi Smart Humidifier (siehe unten stehende Anzeige) entschieden. Er ist steuerbar über die Xiaomi Home App oder über einen Sprachassistenten. Der Raumbefeuchter funktioniert per Ultraschall und soll den Wasserdampf per UV-C Licht von Bakterien reinigen. Darauf will ich mich jedoch nicht verlassen und wechsle das Wasser täglich.

Beim Luftreiniger habe ich den Xiaomi Mi Air Purifier 3C (siehe unten stehende Anzeige) ausgewählt. Der Raumluftreiniger lässt sich ebenfalls über die Xiaomi Home App und einen Sprachassistenten steuern. Das war mit ein Grund dafür, beide Geräte von derselben Firma zu kaufen. Der Raumluftreiniger hat einen HEPA13-Filter der laut Herstellerangaben einmal im Jahr getauscht werden sollte.

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Als Alternative hatte ich mir den Philips AC279/10 2-in-1 Luftreiniger und -befeuchter Series 2000i (siehe unten stehende Anzeige) für Räume bis zu 60 Quadratmeter angesehen. Für größere Räume bis zu 80 Quadratmeter gibt es den Philips AC3829/10 2-in-1 Luftreiniger und -Befeuchter Series 3000I (siehe unten stehende Anzeige)

Der Vorteil bei den Geräten der Firma Philips ist, dass du nur ein Gerät im Raum stehen hast. Hier hat mich der Preis abgeschreckt. Leider kann ich die Geräte augenblicklich nicht miteinander vergleichen. Vielleicht hole ich das aber nach, je nachdem, wie zufrieden ich mit den Xiaomi Geräten sein werde.

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Fazit: Hat der Luftbefeuchter meinen Augen geholfen?

Ja. Durch die nun feuchtere Luft unterstütze ich meine Augen darin, die Tränenflüssigkeit besser im Auge zu halten. Meine Augen trocknen nicht mehr ganz so schnell aus, ich muss weniger oft tropfen und ich kann gefühlt länger am Bildschirm arbeiten.

Wichtig: Raumbefeuchter, die zusätzlich über einen Aroma-Diffusor Duftstoffe abgeben, sind eine Belastung für das Auge. Daher solltest du bei Augenproblemen, aber auch bei Allergien oder Hautproblemen unbedingt darauf verzichten.

Erste Erfahrungen mit dem Raumbefeuchter und Raumluftreiniger von Xiaomi

Ich habe mich überwiegend des Preises wegen für den Xiaomi Luftreiniger und Xiaomi Luftbefeuchter entschieden, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis der beiden Xiaomi Geräte stimmt.

In Kombination machen beide Geräte auch Sinn, denn der Xiaomi Luftbefeuchter alleine bläst den Wasserdampf nur gut ca. einen Meter in die Höhe. In Kombination mit dem Xiaomi Luftreiniger wird die feuchte Luft sehr viel besser im ganzen Raum verteilt. Wenn der Raumbefeuchter zu arbeiten beginnt und der Wasserdampf den Raumluftreiniger einnebelt, sinkt der Wert der Luftqualität in der Anzeige des Luftreinigers. Das Gerät springt automatisch an, fährt hoch und verteilt die befeuchtete Luft im ganzen Raum. Die beiden Geräte arbeiten also gut zusammen und verbessern im Augenblick das Raumklima in meinem Büro erheblich. Der einzige Nachteil ist im Augenblick, dass zwei Geräte mehr Platz in Anspruch nehmen als ein Kombigerät.

Der Xiaomi Luftreiniger misst die Belastung mit Feinstaub (PM 2,5) und ist auch im grünen Bereich (zwischen 35-70) merklich hörbar. Das stört mich im Büro nicht, nachts im Schlafzimmer lasse ich ihn jedoch nicht laufen. Der Raumbefeuchter hingegen ist kaum zu hören.

Da ich in mindestens einem weiteren Raum im Haus das Raumklima verbessern möchte, werden weitere Geräte und Tests folgen.

Wie misst ein Luftreiniger die Luftqualität?

Der Luftreiniger saugt die Raumluft ein, leitet sie durch einen oder mehrere Filter und gibt die gereinigte Luft wieder an den Raum ab. Damit der Luftreiniger tatsächlich die Luft auch reinigt und nicht nur umwältzt sollte er unbedingt einen HEPA (High Efficiency Particulate Air) Filter haben.

Die Schadstoffe in der Luft sind unterschiedlich groß. Je kleiner sie sind, desto tiefer können sie in den Atemtrakt und sogar bis in die Lungenbläschen eindringen.

Bei PM 2,5 ist der Durchmesser der Schadstoffpartikel in der Luft kleiner als 2,5 µm (1 µm=1/1000 mm).

Luftqualität in Mikrogramm pro Kubikmeter
© gernfit.de

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